Erst spät ist Georg Elser in den Olymp des Widerstands gegen die NS-Diktatur aufgenommen worden. Die Nachwelt verkannte den knapp gescheiterten Hitler-Attentäter aus Königsbronn auf der Ostalb lange als dubiose historische Randfigur. Dank einer ingeniös konstruierten Zeitzünderbombe wäre es ihm, der ganz allein handelte, am 8. November 1939 fast gelungen, den Diktator bei einer Rede im Münchner "Bürgerbräukeller" zu töten. Bis heute ist der 1903 auf den Namen Johann Georg evangelisch getaufte Elser nicht so berühmt wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Attentäter vom 20. Juli 1944; er ist kein Idol wie Sophie Scholl, die zusammen mit ihrem Bruder Hans und weiteren Mitverschwörern gegen das Regime 1943 hingerichtet wurde.
Das Politische BuchDer Attentäter von der Ostalb
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Wolfgang Benz zeichnet seinen Landsmann Georg Elser als couragierten Widerständler, der seinem Gewissen folgte.
Rezension von Cord Aschenbrenner
