Volker Perthes über „Multipolarisierung“Durchs Dickicht der Geopolitik

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Wer mit wem und wer gegen wen? Viele Optionen für Staatenlenker (auch historische) in Form von Matroschka-Figuren auf einem Moskauer Markt.
Wer mit wem und wer gegen wen? Viele Optionen für Staatenlenker (auch historische) in Form von Matroschka-Figuren auf einem Moskauer Markt. Hector Retamal/AFP

Der Politikwissenschaftler Volker Perthes betrachtet die viel beklagte Multipolarisierung der Welt als einen Prozess, der regional sehr unterschiedliche Auswirkungen hat und durchaus auch Chancen eröffnet. Dieser nüchterne Blick hilft mehr als die grassierende Daueraufregung.

Rezension von Stefan Messingschlager

Volker Perthes hat ein seltenes Talent: Er kann das große Geraune über die „neue Weltordnung“ in prüfbare Fragen zurückübersetzen. Der ehemalige UN-Diplomat und langjährige Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) schreibt aus praktischer Erfahrung, ohne ins bloß Praktische zu kippen. Sein Buch ist kein Alarmruf und keine Großtheorie, sondern ein konzentrierter Essay: Was bedeutet die Diffusion von Macht für Konflikt und Kooperation, für Regeln und Institutionen, für die Handlungsfähigkeit von Staaten und Regionen?

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