Volker Perthes hat ein seltenes Talent: Er kann das große Geraune über die „neue Weltordnung“ in prüfbare Fragen zurückübersetzen. Der ehemalige UN-Diplomat und langjährige Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) schreibt aus praktischer Erfahrung, ohne ins bloß Praktische zu kippen. Sein Buch ist kein Alarmruf und keine Großtheorie, sondern ein konzentrierter Essay: Was bedeutet die Diffusion von Macht für Konflikt und Kooperation, für Regeln und Institutionen, für die Handlungsfähigkeit von Staaten und Regionen?
Volker Perthes über „Multipolarisierung“Durchs Dickicht der Geopolitik
Lesezeit: 3 Min.

Der Politikwissenschaftler Volker Perthes betrachtet die viel beklagte Multipolarisierung der Welt als einen Prozess, der regional sehr unterschiedliche Auswirkungen hat und durchaus auch Chancen eröffnet. Dieser nüchterne Blick hilft mehr als die grassierende Daueraufregung.
Rezension von Stefan Messingschlager

Münchner Sicherheitskonferenz:Der Westen, den er meint
US-Außenminister Rubio sprach in München leidenschaftlich über die „westliche Zivilisation“. Das rührte einige. Nur zur Klarstellung: Er hält es ersichtlich mit dem Geschichtsbild von Mel Gibson, es geht da weniger um die Werte der französischen Aufklärung.
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