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Attacken auf das Taut-Haus in Berlin-Kreuzberg: Über einen exemplarischen Häuserkampf - und das zerrissene Bürgertum.

Von Laura Weißmüller

Für Angela Wilson ist mit dem Haus in Berlin ein Traum in Erfüllung gegangen. Allein schon der Erker in ihrer Wohnung. Wenn sie die Fenster aufschiebt, hat sie freie Sicht: auf die sommergrünen Baumkronen am Engelbecken und auf die Kreuzberger Altbauten dahinter. Oder das Foyer des Zwanziger-Jahre-Hauses: Eine breite Treppe schraubt sich dort so unerhört glamourös nach oben, als würde im nächsten Augenblick Marlene Dietrich herabschreiten. Ganz zu schweigen von der Fassade, ein mondänes Fensterband zieht sich da so schwungvoll um die Ecke, dass es aussieht, als würde das Haus gleich in See stechen. "Für manche ist ein altes Bauernhaus ein Sehnsuchtsort", sagt Angela Wilson, "für mich ist es ein Gebäude mit einer besonderen Geschichte. Eine Wohnung in einem Haus des Architekten Bruno Taut zu besitzen, finde ich noch toller, als wenn es Le Corbusier gebaut hätte."

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