GelsenkirchenKutschaty will KZ-Gedenkstättenbesuch als Schulpflicht

Thomas Kutschaty (SPD), Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer, spricht.
Thomas Kutschaty (SPD), Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer, spricht. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Der SPD-Landesvorsitzende Thomas Kutschaty will, dass jeder Schüler in NRW mindestens einmal in seiner Schullaufbahn eine KZ-Gedenkstätte oder die...

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Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Der SPD-Landesvorsitzende Thomas Kutschaty will, dass jeder Schüler in NRW mindestens einmal in seiner Schullaufbahn eine KZ-Gedenkstätte oder die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel besucht. „Das gehört zwingend heute in einen Lehrplan“, sagte Kutschaty am Dienstag in einer Pressekonferenz. Die Schülerinnen und Schüler müssten authentisch erfahren, wohin Wegsehen und Judenhass führen könnten, forderte der SPD-Politiker. Auf Schulhöfen verrohe die Sprache, „Jude“ werde von Jugendlichen teils als Schimpfwort benutzt. Dagegen müsse das Land massiv in mehr Prävention investieren.

Kutschaty hatte am Vortag die Gelsenkirchener Synagoge besucht und dabei einen besseren Schutz der jüdischen Gemeinden gefordert. Anlass für den kurzfristig anberaumten Besuch war eine Demonstration vergangenen Mittwoch an der Synagoge, bei der vor dem Hintergrund des Gaza-Konflikts zahlreiche pro-palästinensische Demonstranten antisemitische Hetzparolen skandiert hatten.

© dpa-infocom, dpa:210518-99-645875/2

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