Geiseln:Endlich frei

Geiseln: Rückkehr erhobenen Hauptes: Rimon Kirsht-Buchshtab (Buchshtav) zählt zu den Geiseln, die bereits freigekommen sind.

Rückkehr erhobenen Hauptes: Rimon Kirsht-Buchshtab (Buchshtav) zählt zu den Geiseln, die bereits freigekommen sind.

(Foto: AP)

Rimon Kirsht-Buchshtab ist aus der Geiselhaft der Hamas entlassen worden. Nun bangt sie um ihren Mann, den die Terroristen weiter festhalten.

Von Peter Münch, Tel Aviv

Rimon Kirsht-Buchshtab ist wieder in Freiheit, nach mehr als 50 Tagen als Geisel in den Händen der Hamas. Als sie in einem israelischen Krankenhaus eintraf und dort von ihrer Familie empfangen wurde, da waren ihre ersten Worte: "Holt Yagev nach Hause." Die SZ hatte über den Kampf der Angehörigen berichtet, Rimon und ihren Ehemann Yagev Buchshtab aus der Geiselhaft in Gaza zu befreien.

Am 7. Oktober waren die beiden von Hamas-Terroristen aus dem Kibbuz Nirim verschleppt worden. Nun kam sie beim vereinbarten Austausch von Frauen und Kindern frei. Die Freude ist groß - so wie der Schmerz darüber, dass ihr Mann noch weiter als Geisel gehalten wird. Immerhin, sie wissen jetzt von ihr, dass er noch lebt. Sie kämpfen weiter, nun gemeinsam mit ihr.

Was Freiheit für Rimon Kirsht-Buchshtab bedeutet, hat sie gleich auf den ersten Schritten dorthin demonstriert: Auf einem Video, das ihre Übergabe an das Rote Kreuz in Gaza zeigt, schaut sie einem ihrer Entführer, der sie offenbar zu einer PR-tauglichen Abschiedsgeste drängen wollte, kühl und entschlossen in die Augen. Dann legt sie einer anderen freigelassenen Geisel den Arm um die Schulter und geht erhobenen Hauptes davon. Zigtausendfach ist diese Szene schon in den sozialen Medien geteilt worden, und wenn man ihre Familie fragt, wie es ihr gehe nach der Freilassung, dann heißt es: "Wie im Video, der Kopf ist hoch."

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