Zeitenwende für Geheimdienste„Der Staat duldet den Rechtsbruch“

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Der Bundesnachrichtendienst soll künftig auf Aufnahmen aus öffentlicher und privater Videoüberwachung zugreifen können.
Der Bundesnachrichtendienst soll künftig auf Aufnahmen aus öffentlicher und privater Videoüberwachung zugreifen können.
Wolfgang Kumm/dpa

Mehr speichern, überwachen, hacken: Die Politik will die Befugnisse der Geheimdienste massiv ausbauen.  Deutschlands oberste Datenschützerin warnt eindringlich vor schutzlosen Bürgern.

Interview von Markus Balser, Berlin

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Louisa Specht-Riemenschneider gehört als Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) zu den wichtigsten Kontrolleurinnen deutscher Geheimdienste. Dass BND und Verfassungsschutz mehr im Kampf gegen Sabotage und Spionage tun müssen, glaubt auch die 41-Jährige. Doch im aktuellen Gesetzentwurf sieht die Jura-Professorin massive Risiken für Bürgerrechte.  Im Interview warnt sie eindringlich vor kaum bekannten Folgen. Die Datenschutzbeauftragte zieht sich Ende September aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Amt zurück. Das Interview führte die Süddeutsche Zeitung deshalb in Schriftform mit Fragen und Nachfragen.

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:Wie Deutschland seine Geheimdienste aufrüsten will

Im Kampf gegen Sabotage und Terrorismus sollen deutsche Agenten mehr Befugnisse erhalten – auch aus Sorge, vom US-Geheimdienst CIA alleingelassen zu werden. Dürfen sie bei Angriffen künftig auch zurückschlagen?

SZ PlusVon Markus Balser und Roland Preuß

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