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Gegen Rassismus:Partizipationsrat gefordert

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat die Einrichtung einer bundesweiten Beratungsstelle für Rassismus-Opfer gefordert. Es sei richtig, die Kompetenzen der Sicherheitsbehörden in der Verfolgung von Rassismus und Rechtsextremismus auszuweiten und sich wissenschaftlich mit Rassismus auseinanderzusetzen, sagte Widmann-Mauz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das reicht aber nicht." Opfer von Rassismus bräuchten rasch Hilfe. "Um im Kampf gegen Rassismus wirklich voranzukommen, brauchen wir ein Kompetenzzentrum, das erste Anlaufstelle für Betroffene ist und zugleich mit einem Rassismus-Barometer ein ehrliches Lagebild schafft", so Widmann-Mauz. Nötig sei außerdem ein sogenannter Partizipationsrat, "der die Vielfalt unserer Gesellschaft abbildet und die Bundesregierung zu konkreten Maßnahmen berät". Damit schloss sich Widmann-Mauz der Forderung von Migrantenverbänden an.

© SZ vom 22.10.2020 / KNA
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