ÖsterreichRechtswidriger Polizeieinsatz gegen Studierende hat Folgen

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Die Untersuchungskommission zum Vorgehen der Polizei an der NS-Gedenkstätte Peršmanhof informiert am Freitag in Wien über ihre Erkenntnisse.
Die Untersuchungskommission zum Vorgehen der Polizei an der NS-Gedenkstätte Peršmanhof informiert am Freitag in Wien über ihre Erkenntnisse. Isabelle Ouvrard/Imago

Im Sommer wollten sich junge Leute in einer Gedenkstätte in Kärnten über Antifaschismus weiterbilden. Die Polizei hielt sie für linksextrem und ging mit einem Großaufgebot gegen sie vor. Jetzt ist klar: Das war unverhältnismäßig.

Von Verena Mayer, Wien

Der Peršmanhof ist eine bekannte Gedenkstätte in Kärnten. Der frühere Bauernhof mitten in den Bergen erinnert an das Verbrechen, das hier kurz vor Kriegsende im April 1945 stattfand. Slowenische Partisanen hatten in der Gegend gegen die deutschen Besatzer gekämpft. Nach einer anonymen Anzeige wegen Viehdiebstahls stürmte ein SS-Regiment den Hof und ermordete die Bauernfamilie, vier Erwachsene und sieben Kinder. Die Partisanen selbst konnten fliehen. An dem idyllisch gelegenen Museumsort finden heute immer wieder Veranstaltungen statt. So wie das „Antifa Camp“, zu dem der Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien (KSŠŠD) Ende Juli geladen hatte. Mit Zustimmung der Museumsbetreiber, des Verbands der Kärntner Partisanen, bauten etwa 100 junge Leute aus Österreich, Deutschland, Slowenien und Italien auf dem Gelände Zelte auf.

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