Deutsche in Gaza:"Bis jetzt hat sich keiner um mich gekümmert"

Deutsche in Gaza: An vielen Orten nehme man Leichengeruch wahr, schreibt der Berliner Abed Hassan aus Gaza. Er war auf Verwandtenbesuch, als der Krieg begann. Jetzt kommt er nicht mehr hinaus.

An vielen Orten nehme man Leichengeruch wahr, schreibt der Berliner Abed Hassan aus Gaza. Er war auf Verwandtenbesuch, als der Krieg begann. Jetzt kommt er nicht mehr hinaus.

(Foto: Abed Hassan)

Mehr als zwei Millionen Menschen harren ohne Strom und Wasser im Gazastreifen aus. Unter ihnen sind auch deutsche Staatsbürger. Verzweifelt warten sie auf Hilfe der Bundesregierung.

Von Bernd Dörries und Dunja Ramadan

Sie wollten nur ein paar Tage bleiben, um ihre Verwandten zu besuchen. Nun stecken deutsche Staatsbürger in Gaza fest, laut dem Auswärtigen Amt eine niedrige dreistellige Zahl. Nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober mit mehr als 1400 Toten in Israel und den seitdem erfolgenden Gegenangriffen der israelischen Armee lebt die Zivilbevölkerung in Gaza im Ausnahmezustand, ohne Strom und Treibstoff. Israels Premier Benjamin Netanjahu ordnete die totale Abschottung des dichtbesiedelten Küstenstreifens an. Im Gazastreifen leben mehr als zwei Millionen Menschen. Dort stecken nun auch 10 000 Ausländer fest.

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