Gaza ein Jahr nach Kriegsbeginn Ruinen des Krieges

"Die Hölle ist aufgestoßen worden": Ein Jahr nach Kriegsbeginn in Gaza zeigt sich das ganze Ausmaß der Zerstörung.

Ein Jahr nach Kriegsbeginn liegt Gaza in Trümmern: 18 000 Häuser wurden fast vollständig zerstört und mehr als 100 000 Menschen haben kein richtiges Dach über dem Kopf. Am 8. Juli brach ein Krieg um den Gazastreifen los, der erst nach 50 Tagen mit mehr als 2000 Toten und enormen Verwüstungen sein Ende fand. Unter den Opfern befanden sich 551 Kinder. Es war der dritte Krieg innerhalb von sechs Jahren.

Als Reaktion auf die Ermordung dreier israelischer Jugendlicher und wegen des andauernden Raketenbeschusses der radikalislamischen Hamas leitete Israel damals die militärische Operation "Protective Edge" ein. Seit dem Ende des Krieges am 26. August vergangenen Jahres ist der Raketenbeschuss auf Israel stark zurückgegangen, hat aber nie ganz aufgehört.

Auf beiden Seiten sind die Menschen auch ein Jahr danach traumatisiert. Auf einer Geberkonferenz in Kairo im Oktober 2014 wurden zwar von westlichen und arabischen Staaten 5,4 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau zugesagt. Doch davon angekommen ist bisher nur ein Bruchteil.

In Gaza leben 1,8 Millionen Menschen auf nur 362 Quadratkilometer. Für viele scheint die Lage hoffnungslos, sie fühlen sich von der Welt vergessen.