Ursula von der Leyen gibt sich kämpferisch. Russlands Präsident Wladimir Putin nutze Energie als Waffe und manipuliere Europas Märkte, schreibt die EU-Kommissionspräsidentin auf Twitter. Aber "er wird scheitern". In ihrer Nachricht kündigt die Deutsche an, wie sich die EU zu wehren gedenkt: durch Stromsparen, durch das Abschöpfen hoher Gewinne günstiger Kraftwerke, durch Hilfsprogramme - und mit einem Preisdeckel auf Gasimporte aus Russland. Wie solch eine Obergrenze funktionieren könnte, skizziert die Brüsseler Behörde in einem 16-seitigen Diskussionspapier, das an die Hauptstädte der Mitgliedstaaten verschickt wurde und das der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
WirtschaftskriegWie die EU russisches Gas billiger machen will
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Die Kommission arbeitet an einem Preisdeckel für Einfuhren, um die Einnahmen des Kreml zu schmälern. Der Plan sieht zwei Optionen vor, birgt jedoch große Risiken.
Von Björn Finke, Brüssel
