Diplomatie:Putins Geld soll der Ukraine helfen

Lesezeit: 3 min

U.S. Präsident Joe Biden und der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij nach der Unterzeichnung des Sicherheitsabkommens im italienischen Fasano. (Foto: Andrew Medichini/AP)

Bei ihrem Gipfel in Italien kündigen die sieben größten demokratischen Industrienationen 50 Milliarden Dollar für das angegriffene Land an. Finanziert wird das Darlehen durch Zinserträge auf eingefrorenes russisches Vermögen. Dies soll einen dauerhaften Geldfluss garantieren – unabhängig davon, wie die US-Präsidentschaftswahl ausgeht.

Von Marc Beise, Nicolas Richter, Borgo Egnazia

Die sieben führenden demokratischen Industrienationen (G 7) haben zu Beginn ihres Gipfels ein umfassendes Hilfspaket für die Ukraine beschlossen. Sie wollen es dem Land ermöglichen, sich mit frischem Geld auch mittelfristig gegen die andauernden Angriffe des russischen Militärs zu wehren. Die Regierung in Kiew soll dafür ein Vermögen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar erhalten, dies entspricht etwa 47 Milliarden Euro. Der Betrag soll bis Ende des Jahres in Gestalt eines Kredits bereitstehen. Die Zinskosten für dieses Darlehen sollen finanziert werden aus den Zinserträgen für russisches Vermögen, das im Westen eingefroren ist. Auf diese Weise finanziert der von Präsident Wladimir Putin kontrollierte russische Staat faktisch die Verteidigung der Ukraine mit.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusMeinungUkraine
:Putin träumt von sowjetischer Größe

Mit westlichen Waffen macht Kiew den Krieg für Moskau teurer und verlustreicher. Doch das Momentum ist auf russischer Seite – schließlich will der Herrscher im Kreml noch mehr. Viel mehr.

Kommentar von Tomas Avenarius

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: