Gipfelbilanz:Die Umarmungsstrategie der G 7

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Die Staats- und Regierungschefs nutzen am Rande von Arbeitssitzungen und Fototerminen immer wieder die Gelegenheit zum informellen Austausch. Hier US-Präsident Joe Biden und sein französischer Kollege Emmanuel Macron. (Foto: Ludovic Marin/Pool/Reuters)

Einigkeit, Harmonie, Solidarität: Die G 7 waren sichtbar darum bemüht, der Welt ihren engen Zusammenhalt zu demonstrieren - und die Demokratien im Süden für ihre Allianz gegen Putin zu gewinnen. Was haben sie erreicht? Eine Bilanz.

Von Daniel Brössler, Thomas Hummel und Paul-Anton Krüger, Elmau

Am Sonntag zum Auftakt des G-7-Gipfels hatte Bundeskanzler Olaf Scholz noch gewitzelt, zwar sei "in den internationalen Beziehungen gegenwärtig nicht alles eitel Sonnenschein", aber immerhin spiele das Wetter auf Schloss Elmau mit. In der Nacht zum Dienstag brechen dann schwere Gewitter über das Werdenfelser Land herein - und werfen zumindest die Gipfel-Choreografie durcheinander. Eigentlich wollte US-Präsident Joe Biden an der Abschlusssitzung teilnehmen und noch einmal Worte an die anderen Staats- und Regierungschefs richten. Am Dienstagmorgen aber hängt die Wolkengrenze nur knapp über Schloss Elmau. Und das Weiße Haus zieht die Abreise vor, damit es Biden rechtzeitig zum bilateralen Gespräch mit Spaniens Premier Pedro Sánchez vor dem Nato-Gipfel nach Madrid schafft - und zum Dinner mit König Felipe.

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:Amerika hat geliefert

Natürlich hat Joe Biden den Ton in Elmau vorgegeben. Denn es sind die USA, die den Widerstand gegen Wladimir Putins Angriff auf die Weltordnung organisieren. Für Kanzler Scholz blieb die Rolle als wichtigster Nebendarsteller - und daraus hat er viel gemacht.

Kommentar von Daniel Brössler

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