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G 20 uneins in der Syrien-Frage:Bis auf Frankreich zaudern alle Verbündeten der USA

US-Präsident Barack Obama spürt nun die Kraft der zwei Mahlsteine, zwischen die er geraten ist. International findet er kaum Unterstützung für seinen Syrien-Kurs. Bis auf Frankreich zaudern alle Verbündeten. Und zu Hause wird es ihm mit jedem Tag weniger gelingen, den allemal skeptischen Kongress zur Zustimmung zu einem Luftschlag zu bewegen.

Wer nun darüber triumphiert, muss die Optionen bedenken: Bleibt der Tabubruch unbeantwortet, wird ihm der nächste folgen. Und dann wieder einer. Und wieder einer. Hingegen würde ein Luftschlag nicht nur den Einsatz von Gas hochsymbolisch sanktionieren, er wird auch Nachahmer abschrecken und kann einen politischen Prozess auslösen - siehe Bosnien 1995. Das könnte gar zu einer Wende im Bürgerkrieg führen. Niemand erwartet, dass ein Luftschlag den Krieg beendet.

Die Alternative ist: das Eingeständnis der Rat- und Hilflosigkeit - und damit aus Perspektive solcher Potentaten wie Assad auch der Schwäche. Das UN-System liegt am Boden. Das Völkerrecht erweist sich als kraftlos. Die westlichen Demokratien winden sich angesichts der verständlichen Kriegsmüdigkeit ihrer Bürger. Es fehlt die Energie, an einer Nachkriegsordnung zu arbeiten. Profitieren werden Typen wie Putin und Assad. Es sind leider die falschen.