Bundesjustizminister Heiko Maas verlangt "gründliche Aufklärung", Bundesinnenminister Thomas de Maizière will am liebsten gar nichts sagen. Nur so viel: Es habe Gründe "nicht unerheblicher Art" gegeben, warum 32 Journalisten ihre Akkreditierung zum G-20-Gipfel entzogen wurde. Und Regierungssprecher Steffen Seibert wurde am Mittwoch fast eine Stunde von der Hauptstadtpresse zu der in Deutschland recht ungewöhnlichen Maßnahme befragt. Recherchen zeigen jetzt, dass eine Panne das alles auslöste und dass unter den 32 Journalisten aus Sicht der Sicherheitsbehörden auch einige zweifelhafte Gestalten gewesen sind. Andere Betroffene hingegen scheinen überhaupt nicht zweifelhaft.
G-20-Gipfel:Warum 32 Journalisten in Hamburg ihre Akkreditierung verloren
In Hamburg gab es 4768 Akkreditierungen ohne Auflagen. Bei 32 Journalisten hatte man aber Bedenken.
(Foto: Matt Cardy/Getty)- Auf dem G-20-Gipfel wurde 32 Journalisten ihre Presseakkreditierung entzogen - ohne Angabe von Gründen.
- Recherchen zeigen jetzt: Die betreffenden Reporter waren nur unter Auflagen zu bestimmten Terminen zugelassen worden.
- Eine Panne führte offenbar dazu, dass sie den Zutritt zum G-20-Gipfel gänzlich verloren.
Von Hans Leyendecker, Georg Mascolo und Ronen Steinke
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