Fußballsprüche von PolitikernVerbale Hackentricks

Gerhard Schröder hat es getan, Franz Müntefering auch. Und bei der Bundespräsidentenwahl hat es sich Angela Merkel nicht nehmen lassen: Politiker zitieren gerne aus der Welt des Fußballs. Es gelingt nicht immer.

Angela Merkel bezeichnet sich ja gern als Freundin der Nationalmannschaft. Deshalb reist sie nicht nur zu WM-Viertelfinals nach Südafrika, sie beruft sich auch bei wichtigen Entscheidungen auf ihre "Freunde" vom DFB-Team: "Ich habe eine herzliche Bitte", sagte die Kanzlerin bei einer Sitzung der Unionsfraktion während der Bundesversammlung,  "lassen Sie uns im dritten Wahlgang ein kraftvolles Symbol abgeben. Wir haben jetzt das Serbien-Spiel gehabt, jetzt kommt das England-Spiel. Lasst uns das richtig machen!" Die Fraktion hat es dann richtig gemacht, wie die Nationalmannschaft gegen Argentinien, und Christian Wulff schließlich doch noch zum Bundespräsidenten gewählt.

Bild: dpa 9. Juli 2010, 12:072010-07-09 12:07:07 © sueddeutsche.de/ffu