Fritz von Thurn und TaxisSeine Exzellenz

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Seine Vorfahren, betont er, haben die Post quasi erfunden, und auch er sieht sich als Dienstleister: Fritz von Thurn und Taxis, dieser Tage in München-Bogenhausen.
Seine Vorfahren, betont er, haben die Post quasi erfunden, und auch er sieht sich als Dienstleister: Fritz von Thurn und Taxis, dieser Tage in München-Bogenhausen. Alessandra Schellnegger

Oft verlacht, jetzt geliebt: Einerseits ist Fritz von Thurn und Taxis ein Fußballkommentator im Fernsehen. Andererseits ist er etwas mehr. Zum Abschied eines Unzeitgemäßen.

Von Holger Gertz

Seit vielen Jahren erscheint, bevorzugt am Sonntagnachmittag, dieser Mann im Fernsehen. Er hat einen Schnauzbart und ein Headset und eine interessante Kappe, die er immer dann aufzieht, wenn es kühl ist in dem Stadion, in dem er sich gerade befindet. Manchmal ist es im Stadion wärmer als draußen. In München neulich erzählte er: "In den Bergen liegt meterweise Schnee." In Monaco konnte er "das Meer förmlich riiiiechen, so nah ist es". In Darmstadt, nicht lang her: "Die Sonne scheint, ich sehe sie nicht, denn es ist bewölkt." Wenn er nicht zum Himmel schaut, sondern zu Boden, sieht er dagegen grundsätzlich alles. Kürzlich in Hamburg: "Der Rasen ist grün. Aber es gibt unübersehbare Löcher." Neulich in Augsburg: "Ein niederträchtiger Wurm hat die Graswurzeln angefressen!" Dieser Mann könnte Meteorologe sein, er könnte einen Doktor in Nutzpflanzenwissenschaften haben. Er kommentiert aber Fußballspiele. Das macht die Angelegenheit manchmal ein bisschen anstrengend.

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