Fünf Jahre Abu Ghraib:Abu Ghraib: Chronologie der Bilder

Fünf Jahre Abu Ghraib: Lynndie England in Abu Ghraib

Lynndie England in Abu Ghraib

(Foto: Foto: AFP)

März 2004: Der geheime Bericht gelangt an die Presse.

28. April 2004: Der US-Sender CBS zeigt erstmals Fotos von gequälten und gedemütigten Gefangenen aus Abu Ghraib. Die Fotos hatte ein im Irak stationierter Soldat an einen Kollegen in den USA geschickt, der sie an seine Vorgesetzten weiter leitete. Es sind die Bilder, die schockieren: Der auf einem Pappkarton stehende, verkabelte Häftling mit einer Papiertüte über dem Kopf; der Iraker mit verkabelten Genitalien; US-Soldaten, die lachend neben nackten Häftlingen posieren.

Anfang Mai 2004: Medien in aller Welt übernehmen die Bilder und lösen damit den Skandal aus. Die US-Regierung versucht verzweifelt sich zu rechtfertigen. Präsident George W. Bush und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wehren sich gegen Vorwürfe, die Misshandlungen gebilligt zu haben. Bush wörtlich: "Ich habe niemals Folter angeordnet."

Ein gleichzeitig erscheinendes Memorandum, dem zufolge er sich - theoretisch - das Recht herausnimmt, afghanischen Gefangenen den Schutz der Genfer Konvention zu versagen, machen dieses Dementi aber unglaubwürdig.

6. Mai 2004: Die Washington Post veröffentlicht weitere Fotos, darunter das von US-Soldatin Lynndie England, die einen nackten Gefangenen an einer Hundeleine hält. Insgesamt sollen etwa 1800 private Fotos von den Erniedrigungen existieren.

12. Mai 2004: Der britische Premierminister Tony Blair bezweifelt öffentlich die Echtheit der Bilder.

Die Suche nach dem Schuldigen beginnt.

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