Früherer CSU-PolitikerWiesheu lobt Merz-Entscheidung

Der langjährige bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) hat die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die Lieferung bestimmter Waffen an Israel auszusetzen begrüßt und an die Union appelliert, die Realität in Gaza und im Westjordanland zur Kenntnis zu nehmen. „Friedrich Merz hat absolut Recht“, für seine Entscheidung sei es „höchste Zeit“ gewesen, sagte Wiesheu der SZ. Wiesheu ist seit 2007 Präsident der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft (nicht zu verwechseln mit der älteren Deutsch-Arabischen Gesellschaft, die aber seit Jahren an Bedeutung verloren hat) und gehört damit zu den besten Kennern des Nahen Ostens in der gesamten Union. Wiesheu sagte, viele arabische Länder hätten Verständnis für das besondere Verhältnis zwischen Deutschland und Israel auf Grund der deutschen Geschichte. „Aber man kann die Augen nicht davor verschließen, was in Gaza und im Westjordanland passiert“, sagte Wiesheu. „Das ist völkerrechtswidrig“, für Hungersnot und Gewalt gebe es „keine Rechtfertigung“. Wiesheu warnte vor ein Ansehensverlust Deutschlands in der arabischen Welt. „Weil sich Deutschland so einseitig verhält, verliert es an Respekt und Glaubwürdigkeit“.

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