Friedrich MerzDie Emotionen eines Kanzlers

Lesezeit: 5 Min.

Friedrich Merz verbirgt am Montagabend in der wiedereröffneten Synagoge in der Münchner Reichenbachstraße nicht, wie bewegt er ist.
Friedrich Merz verbirgt am Montagabend in der wiedereröffneten Synagoge in der Münchner Reichenbachstraße nicht, wie bewegt er ist.
Florian Peljak

Der Regierungschef kämpft in einer Rede mit den Tränen. Auch seine Vorgänger im Amt haben schon emotionale Momente erlebt. Was aber passiert, wenn aus Gefühlen Politik wird?

Von Daniel Brössler, Henrike Roßbach, Berlin

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Nach gut vier Minuten, als er Hannah Arendt zitiert, bricht Friedrich Merz zum ersten Mal die Stimme. Es ist Montagabend, der Bundeskanzler hält eine Rede beim Festakt zur Wiedereröffnung der Synagoge in der Münchener Reichenbachstraße. Gerade spricht er über die Shoah, eine Tat, die „so monströs ist, die so radikal böse ist“, dass sie laut Arendt „einfach nicht hätte passieren dürfen unter uns Menschen“. Dann folgt eine Pause, die zu lang ausfällt, um rhetorisch gemeint zu sein.

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MeinungEmotionen in der Politik
:Friedrich Merz’ Tränen verdienen Respekt

SZ PlusKommentar von Ronen Steinke
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