Wolodimir Selenskij war am Mittwoch in der Türkei. Er wollte dort, wieder einmal, für eine Waffenruhe werben. Die Ukraine ist dazu bereit, anders als Moskau. Es war, das kann man gefahrlos behaupten, eine erfolglose Reise. Als Selenskij gerade mit seinem türkischen Kollegen sprach – Recep Tayyip Erdoğan rief Kiew und Moskau zu weiteren Verhandlungen auf –, da sickerten Meldungen durch, wonach es einen Friedensplan gebe. Und zwar einen, der völlig ohne eine Beteiligung durch die Ukraine oder deren europäischen Partnerländer entstanden ist, ausgehandelt in geheimen Gesprächen zwischen Vertretern der USA und Russland. Selenskij wurde übergangen. Wieder einmal.
Krieg in der UkraineEin Plan mit gewaltiger Schieflage
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Noch ist nicht klar, welche diplomatische Wucht der Vorschlag für eine Waffenruhe in der Ukraine entfalten wird. Die Diskussionen darüber kommen für Präsident Selenskij jedenfalls zu einem sehr schlechten Zeitpunkt.
Von Sebastian Gierke
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