Mitten in der Schuldenkrise erhielt die Europäische Union den Friedensnobelpreis. Komiteechef Thorbjørn Jagland begründete die Entscheidung damit, dass die EU über sechs Jahrzehnte entscheidend zur friedlichen Entwicklung in Europa beigetragen habe.

Nach der Nobelpreisverleihung:

Angesichts der Strategie der EU-Staaten, die Grenzen für Flüchtlinge möglichst dicht zu machen, haben Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International die Entscheidung in Frage gestellt. Jedes Jahr sterben Hunderte Flüchtlinge bei dem Versuch, illegal in die EU zu gelangen. Auch die Situation von Flüchtlingen in einigen EU-Staaten und der Umgang mit Minderheiten wie den Roma verstößt den Kritikern zufolge gegen die Menschenrechte.

Bild: Francois Lenoir/Reuters 8. Oktober 2015, 15:042015-10-08 15:04:39 © sueddeutsche.de/hild/hey/bavo/gal/mcs/jak/mikö