Friedensnobelpreis – Jassir Arafat, Schimon Peres, Jitzchak Rabin

Für ihre Bemühungen um den israelisch-palästinensischen Friedensprozess erhielten der palästinensische Freiheitskämpfer und Politiker Jassir Arafat (links), der frühere israelische Ministerpräsident und jetzige Staatspräsident Schimon Peres (Mitte) und der ehemalige israelische Ministerpräsident und Verteidigungsminister Jitzchak Rabin (rechts) im Jahr 1994 den Friedensnobelpreis. Im Oslo-Abkommen von 1993 hatten sich beide Seiten zum ersten Mal gegenseitig offiziell anerkannt.

Nach der Nobelpreisverleihung:

1995 gab es noch ein weiteres Oslo-Abkommen, das mehr Autonomie für die Palästinenser vorsah. Rabin wurde im selben Jahr von einem jüdischen Fanatiker erschossen, 2000 begann die zweite Intifada, der zweite gewaltsame Aufstand der Palästinenser gegen Israel, der bis 2005 dauerte. Arafat, der in großem Stil Fördergelder veruntreut haben soll, starb 2004 - fast acht Jahre nach seinem Tod leiteten französische Staatsanwälte Mordermittlungen ein. Es besteht der Verdacht, dass Arafat vergiftet wurde.

Der Friedensprozess kommt trotz anhaltender internationaler Bemühungen nicht voran.

Bild: DPA/DPAWEB 8. Oktober 2015, 15:042015-10-08 15:04:39 © sueddeutsche.de/hild/hey/bavo/gal/mcs/jak/mikö