FriedensnobelpreisWas aus den Preisträgern wurde

Der kolumbianische Präsident Santos erhält den Friedensnobelpreis. Die Auszeichnung ist mit großen Hoffnungen verbunden - nicht alle Preisträger haben sie erfüllt. Eine Auswahl.

Ein Preis nach jahrzehntelangem Ringen

Juan Manuel Santos war einer der großen Favoriten für den Nobelpreis 2016. Bis die kolumbianische Bevölkerung das von ihm ausgehandelte Friedensabkommen mit den Farc-Rebellen in einem Referendum knapp abgelehnt hat. Doch trotz dieses Votums hat sich das Nobelkomitee für Kolumbiens Präsidenten entschieden. Er erhält den Preis für seine Bemühungen, den Krieg in Kolumbien zu beenden. Fast vier Jahre lang haben Regierung und die Farc-Rebellen verhandelt, am 26. September wurde ein Vertrag unterzeichnet. Trotz des Referendums halten sowohl Santos als auch Farc-Chef Rodrigo Londoño am Waffenstillstand fest. Derzeit laufen Verhandlungen mit Gegnern des Vertrags, um etwaige Nachbesserungen zu vereinbaren. Der Krieg zwischen dem kolumbianischen Staat und den Farc begann vor 52 Jahren und ist der älteste und längste in Lateinamerika.

Bild: dpa 7. Oktober 2016, 11:192016-10-07 11:19:02 © SZ.de/atr/anri/ghe