FriedensnobelpreisWie einst der Dalai Lama

Vor der Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo werden Chinas Proteste immer wütender. Es ist nicht das erste Mal, dass die Entscheidung des Nobel-Komitees heftiger Kritik ausgesetzt ist. Umstrittene Preisträger im Überblick.

Liu Xiaobo, der diesjährige Friedensnobelpreisträger, kann bei seiner eigenen Zeremonie in Oslo nicht dabei sein. Zwar konnten auch Andrei Sacharow, Lech Walesa und Aung San Suu Kyi aus politischen Gründen nicht zur Verleihung nach Norwegen reisen. Statt ihrer nahmen jedoch ihre Ehepartner beziehungsweise Kinder Medaille und Urkunde in Empfang. Seit es den Friedensnobelpreis gibt, wurden die Entscheidungen des Nobel-Komitees kritisiert. Es liegt in der Natur und der Geschichte des Preises, dass seine Vergabe stets auch als politische Botschaft verstanden wird. Die wird jedoch selten nur positiv aufgenommen - besonders nicht in jenen totalitären Staaten, die mit der Preisvergabe unter Druck geraten. Umstrittene Preisträger im Überblick.

Bild: REUTERS 10. Dezember 2010, 09:122010-12-10 09:12:51 © sueddeutsche.de/Lena Jakat/gba