Friedensnobelpreis 2019Von Thunberg bis Trump

219 Menschen sind für den Friedensnobelpreis nominiert: eine Auswahl der Kandidaten.

Geht man nach den Quoten der Wettanbieter, ist die Sache eigentlich schon lange klar. Greta Thunberg führt dort relativ eindeutig und schon lange das Feld der Favoriten an. In diesem Jahr bekam sie bereits den Right Livelihood Award, der auch als Alternativer Nobelpreis bekannt ist. Aus ihrem alleinigen Schulstreik vor dem schwedischen Parlament ist die weltweite "Fridays for Future"-Bewegung geworden. Experten streiten sich allerdings darüber, ob es sich beim Klima auch um ein Friedensthema handelt. Henrik Urdal, Direktor des Friedensforschungsinstituts in Oslo, sieht es nicht als erwiesen an, dass der Klimawandel tatsächlich auch ein Grund für bewaffnete Konflikt sein könnte. Außerdem sagt er, dass ein Nobelpreis für Thunberg in ihrem jungen Alter eher eine Bürde als eine Auszeichnung sei. Thunberg wäre mit 16 Jahren die jüngste Friedensnobelpreisträgerin der Geschichte. Aktuell ist das die Pakistanerin Malala Yousafzai, die den Preis 2014 im Alter von 17 Jahren erhielt.

Bild: REUTERS 11. Oktober 2019, 04:482019-10-11 04:48:32 © SZ.de/lwl/csi