Vertrauensfrage im französischen ParlamentBayrou und die bösen Boomer

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Er kämpft mit horrenden Staatsschulden und  wirft seiner Generation mangelnde Solidarität mit  den Jüngeren vor: Frankreichs Premier François Bayrou.
Er kämpft mit horrenden Staatsschulden und  wirft seiner Generation mangelnde Solidarität mit  den Jüngeren vor: Frankreichs Premier François Bayrou. THIBAUD MORITZ/AFP

Frankreichs Premierminister steht kurz vor dem Aus: François Bayrou erzwingt sein wahrscheinliches Amtsende auf merkwürdige Art – aber durchaus mit Sinn für Drama.

Von Oliver Meiler, Paris

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François Bayrou, Jahrgang 1951, ist selbst einer: ein Babyboomer, oder einfach Boomer. So nennt man bekanntlich Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg und bis etwa Mitte der Sechzigerjahre geboren sind, in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs im Westen. Es war eine Zeit des Optimismus nach der Düsternis, eine entsprechend kinderreiche. Doch wenn man dem französischen Premierminister in diesen wohl letzten Tagen vor seinem Sturz im Parlament zuhört, gewinnt man den Eindruck, er zähle sich nicht zu dieser Generation. Als schaute er von außen auf sie. Als wiese er ihr alle Schuld zu für Frankreichs zerrüttete Staatsfinanzen.

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François Bayrou hat der Nationalversammlung die Vertrauensfrage gestellt. Gut möglich, dass er am 8. September sein Amt los ist – und es dann zumindest nicht zu Massenprotesten am 10. September kommt.

SZ PlusVon Nils Minkmar

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