Frankreich François Hollande - schwach angefangen, stark nachgelassen

Frankreichs scheidender Präsident ist der unbeliebteste Staatschef seit 60 Jahren - und das nicht nur, weil er wichtige Wahlversprechen gebrochen hat. Eine Bilanz.

Von Lilith Volkert

Als François Hollande im Mai 2012 Präsident wurde, wollte er vor allem eines sein: "normal". Nach fünf Jahren mit dem hyperaktiven "Bling-bling"-Präsidenten Nicolas Sarkozy fanden die Franzosen diese Aussicht sehr verlockend. Die Beliebtheitswerte des Sozialisten sind jedoch schnell gesunken. Und dann immer noch weiter gefallen. Am Ende von Hollandes Amtszeit stehen nur noch 19 Prozent der Franzosen hinter ihm, zwischendurch waren es noch weniger. Einen unbeliebteren Präsidenten gab es in der Fünften Republik, die seit 1958 besteht, noch nie.

Bild: AFP 23. April 2017, 20:152017-04-23 20:15:49 © SZ.de/gsch/mcs/fued