Frankreich:Kater in Paris – und Le Pen feuert ihren Talentsucher

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Es werden Namen herumgereicht, darunter der von Marine Tondelier (Mitte), Generalsekretärin der Grünen und Shootingstar der Linken seit der Parlamentsauflösung. (Foto: Yara Nardi/Reuters)

Wer mit wem – und wofür? Nach dem überraschenden Ausgang der Parlamentswahl in Frankreich haben die drei großen politischen Blöcke vor allem mit sich selbst zu tun. Und mit einer völlig neuen Konstellation.

Von Oliver Meiler, Paris

Frankreich wacht auf in einer neuen Zeit, wenigstens politisch. Und das bereitet den Akteuren noch viel Mühe. Man spürt es bei ihren Auftritten in den Talkshows: Den meisten mangelt es am Sinn und an der Kultur für den Moment, an Diplomatie auch. Sie schreien sich an, als wäre noch Wahlkampf. Alle geben sich als Sieger, obschon alle auch ein bisschen Verlierer sind. Man wird ja jetzt erstmals in der Geschichte der Fünften Republik, seit 1958, richtig großflächig über die Parteien hinweg zusammenarbeiten müssen, wenn das Land eine tragfähige Regierungsmehrheit bekommen soll. Nur, wer mit wem? Mit welchem Programm? Mit welchem Premierminister?

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