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Frankreich:Juppé will UMP-Kandidat bei Präsidentenwahl werden

Frankreich Alain Juppé

Alain Juppé war bereits Premierminister in Frankreich. Nun will er Präsident werden.

(Foto: AFP)

Der frühere französische Premierminister Alain Juppé will 2017 für die konservative UMP bei der Präsidentenwahl antreten. Zuerst muss er jedoch einen parteiinternen Machtkampf gegen Sakozy gewinnen.

  • Alain Juppé will für die konservative UMP bei der französischen Präsidentenwahl 2017 antreten.
  • Innerhalb der UMP gibt es jedoch Streit um die Kandidatenkür. Ein internes Rennen mit Ex-Präsident Sarkozy zeichnet sich ab.

Juppé verkündet via Blogeintrag seine Bewerbung

Der frühere französische Regierungschef Alain Juppé will sich in der konservativen Partei UMP um die Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im Jahr 2017 bewerben. Er habe "entschieden, bei den künftigen Vorwahlen zu kandidieren", kündigt der Bürgermeister von Bordeaux in seinem Blog an. Juppé führt die zerstrittene UMP derzeit übergangsweise gemeinsam mit den ehemaligen Regierungschefs François Fillon und Pierre Raffarin.

UMP in der Krise

Die UMP befindet sich in einer ihrer schwersten Krisen seit der Gründung im Jahr 2002. Die Partei soll über falsche Abrechnungen in Millionenhöhe illegal den Wahlkampf des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy im Jahr 2012 mitfinanziert haben. Bei der Europawahl Ende Mai musste die UMP herbe Verluste hinnehmen und landete deutlich hinter dem rechtsextremen Front National (FN) auf dem zweiten Platz.

Möglicherweise wird Sarkozy wieder kandidieren

Ob in der Partei eine Vorwahl zur Bestimmung des Präsidentschaftskandidaten stattfinden wird, ist zudem fraglich. Sarkozys Umfeld wünscht sich, dass dieser bei einem Parteitag im Herbst zum Parteichef gewählt und dann ohne parteiinternen Vorentscheid Kandidat der Konservativen für die Präsidentschaftswahl 2017 wird. Andere wie etwa Juppé pochen auf die in den Parteistatuten verankerte Vorwahl. Der 59-jährige Ex-Präsident Sarkozy will voraussichtlich Ende August oder Anfang September bekannt geben, ob er in die aktive Politik zurückkehrt.