Frankreich Gräber geschändet

Das Entsetzen ist groß, Israels Ministerpräsident Netanjahu zeigt sich geschockt: Auf einem jüdischen Friedhof im Elsäss sind Gräber mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Präsident Macron kündigte ein entschlossenes Vorgehen gegen Antisemitismus an.

Tausende Menschen haben in Frankreichs Hauptstadt gegen Antisemitismus demonstriert. Sie kamen am Dienstagabend auf dem berühmten Place de la République in Paris zusammen, um "Nein" zu Judenhass zu sagen. Nach der Gräberschändung auf einem jüdischen Friedhof im Elsass hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron entschlossenes Vorgehen gegen den Antisemitismus zugesagt. "Wir werden Maßnahmen ergreifen (...) und wir werden bestrafen", sagte Macron am Dienstag bei seinem Besuch in Quatzenheim nordwestlich von Straßburg. Das werde sich auch in Gesetzen niederschlagen. Es wurden laut Präfektur rund 80 Gräber geschändet. Auf TV-Bildern waren farbige Hakenkreuze auf Grabmälern zu sehen. Auch aus Israel kam Protest. Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte die Schändung der Gräber durch "wilde Antisemiten" schockierend. Antisemitismus sei "eine Plage, die jeden gefährdet, nicht nur uns, und sie muss verurteilt werden, wo immer oder wann immer sie auftaucht".