Staatsbesuch in Ostasien:Steinmeier in Tokio eingetroffen

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Staatsbesuch in Ostasien: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender kommen auf dem Internationalen Flughafen Haneda an und werden von Clemens von Goetze, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Japan, und seiner Frau Sonja von Goetze begrüßt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender kommen auf dem Internationalen Flughafen Haneda an und werden von Clemens von Goetze, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Japan, und seiner Frau Sonja von Goetze begrüßt.

(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Unmittelbar vor Beginn seines Besuchs in Japan und Südkorea würdigt der Bundespräsident die Unterstützung der beiden Staaten im Ukraine-Krieg.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender sind am Dienstagvormittag (Ortszeit) in Tokio eingetroffen, dem ersten Ziel ihrer fünftägigen Ostasien-Reise, die sie neben Japan auch nach Südkorea führen wird. "Ich möchte den Partnern danken dafür, dass wir eng zusammenstehen gegen die russische Aggression in der Ukraine und bei den Sanktionen gegen Russland", sagte er unmittelbar vor Beginn seines Besuchs. "Japan und Korea sind Länder, die wie wir mit Sorgen auf die Entwicklungen in Osteuropa seit dem 24. Februar schauen. Beide Länder verurteilen den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine", sagte Steinmeier während des Flugs nach Tokio. Und: "Beide Länder schauen mit ähnlichen Sorgen wie wir auf die weltweit steigende Inflation und die Folgen für die Weltwirtschaft."

Er sei gespannt darauf, zu erfahren, wie sie mit diesen Herausforderungen umgingen. Eine der wichtigsten Lehren aus der russischen Aggression sei, "dass wir künftig einseitige Abhängigkeiten verhindern müssen, wo immer das geht, und dass wir unsere Beziehungen zu Partnern ausbauen, die unsere Werte teilen", betonte Steinmeier mit Blick auf Deutschland. "Auch in Südostasien werden wir das Verhältnis neu ausbalancieren." Deutschland könne gerade im Umgang mit dem wachsenden Machtanspruch Chinas politisch und wirtschaftlich von Japan und Korea lernen.

Steinmeiers wichtigster Gesprächspartner wird am Dienstag in Tokio Premierminister Fumio Kishida sein. Am Mittwoch wird ihn der japanische Kaiser Naruhito empfangen. Bei seiner Reise wird Steinmeier zudem von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Nach drei Tagen in Tokio und Kioto wird er am Freitag und Samstag Südkorea besuchen. Es ist bereits Steinmeiers zweite Asien-Reise in seiner zweiten Amtszeit. Im Frühsommer hatte er Singapur und Indonesien besucht.

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