Frank-Walter SteinmeierAußenminister, Kanzlerkandidat - Bundespräsident

CDU, CSU und SPD haben sich geeinigt: Außenminister Frank-Walter Steinmeier soll der nächste Bundespräsident werden. Seine Karriere in Bildern.

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In der Fußballmannschaft des TuS 08 Brakelsiek nennen sie ihn "Prickel". Schon als Schüler engagiert sich Frank-Walter Steinmeier bei den Jusos. 1975 tritt der 19-Jährige in die SPD ein und schreibt als Student der Rechts- und der Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen für die linke Zeitschrift Demokratie und Recht, die während dieser Zeit vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Über Privates spricht Steinmeier nicht gerne, Bilder aus seiner Jugend gibt es nur wenige.

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Im Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) ist Frank-Walter Steinmeier 1998 zunächst Staatssekretär, ab 1999 dann auch Chef des Bundeskanzleramts. Er gilt als einer der engsten Berater des Kanzlers und ist maßgeblich an der Agenda 2010 beteiligt. Die beiden hatten schon während Schröders Zeit als Ministerpräsident in Niedersachsen zusammengearbeitet. Dort leitete Steinmeier die Staatskanzlei.

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2005 beruft Kanzlerin Merkel den promovierten Juristen in die neu gewählte Regierung der großen Koalition. Steinmeier soll das Auswärtige Amt leiten. Sein Vorgänger Joschka Fischer (links) war der erste Außenminister in einem rot-grünen Kabinett und arbeitete sieben Jahre lang als Chef-Diplomat der Bundesregierung.

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Die Personalie Steinmeier ist eine überraschende Wahl, ist er doch dafür bekannt, ein besonders gutes Verhältnis zum Ex-Kanzler zu pflegen. Kurz nach seinem Amtsantritt reist Steinmeier zum Besuch in die USA (Bild).

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Als Außenminister wird Steinmeier gleich zu Beginn seiner Amtszeit auf die Probe gestellt. Obwohl Schröder den Amerikanern die Gefolgschaft im Irakkrieg verweigert hatte, sollen BND-Agenten in Bagdad mit dem US-Militär zusammengearbeit haben. Einen entsprechenden Untersuchungsausschuss übersteht Steinmeier. Nach dem Rücktritt von Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) übernimmt er 2007 auch die Position des Vizekanzlers. (Bild: Steinmeier bei einem Besuch der Bundeswehr in Afghanistan.)

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Mit seiner Frau Elke Büdenbender ist Steinmeier seit 1995 verheiratet. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter. Jahrelang litt Büdenbender an einer Nierenschwäche, bis ihr Organ 2010 versagt und sie auf eine Spenderniere angewiesen ist. Steinmeier selbst erklärt sich zur Spende bereit und zieht sich für zwei Monate aus der Politik zurück.

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Für die Bundestagswahl 2009 zieht Steinmeier als Kanzlerkandidat der SPD in den Wahlkampf, nachdem zuvor Kurt Beck den Parteivorsitz an Franz Müntefering abgegeben hatte. Steinmeier ist in der Republik beliebt - er erzielt bei Umfragen sogar höhere Werte als Kanzlerin Merkel. Die SPD kann er allerdings nicht aus dem Umfragetief holen. Merkel regiert nun mit einer schwarz-gelben Koalition. Steinmeier wird nach seiner Niederlage Chef der SPD-Fraktion im Bundestag.

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Bei der Wahl 2013 fliegt die FDP aus dem Bundestag und Merkel bildet erneut eine Koalition mit der SPD. Steinmeier kehrt ins Auswärtige Amt zurück und sucht den Dialog mit seinem amerikanischen Amtskollegen John Kerry (links) - trotz der NSA-Affäre. Im Februar wird Steinmeier vorraussichtlich sein neues Büro im Schloss Bellevue beziehen.

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