Frankfurter Terrorprozess:Doppeltes Spiel, doppelte Moral

Lesezeit: 4 min

Prozess gegen Franco A.

Franco A. (l. ) hinter einer Scheibe auf der Anklagebank im Landgericht Frankfurt.

(Foto: dpa; Bearbeitung SZ)

Die Flüchtlingskrise 2015 war der Wendepunkt für ihn: Vor Gericht spricht Bundeswehroffizier Franco A. lieber über Politik als über die ihm vorgeworfenen Anschlagspläne. Nicht er habe die Sicherheit Deutschlands gefährdet, sondern die Bundesregierung.

Von Annette Ramelsberger, Frankfurt

Der Mann redet wie ein Wasserfall, in einem gestelzten Deutsch, wie auswendig gelernt. Nur dort, wo es für ihn kritisch wird, verstummt er. Kein Wort zu seiner Feindesliste mit den Namen der Grünen-Politikerin Claudia Roth, des damaligen Justizministers Heiko Maas und der Menschenrechtlerin Anetta Kahane. Kein Wort, warum er die Tiefgarage von Kahane auskundschaftete. Kein Wort zum Zielfernrohr, das er für sein Gewehr besorgte. Dafür sehr viel zum - und das erstaunt dann doch - Wahlprogramm der CDU von 2002 bis 2006.

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