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SZ Espresso:Der Tag kompakt - die Übersicht für Eilige

Österreich - Innenminister Herbert Kickl (FPÖ)

Österreichs Innenminister Herbert Kickl muss gehen.

(Foto: Michael Gruber/AP)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Der Tag kompakt

Österreichischer Innenminister Kickl muss gehen. Bundeskanzler Kurz will Bundespräsident Van der Bellen die Entlassung des FPÖ-Innenministers Kickl vorschlagen. Die FPÖ hat angekündigt, dass in diesem Fall auch alle anderen FPÖ-Minister zurücktreten werden. Bis zur Wahl sollen die freiwerdenden Ministerposten mit Experten besetzt werden. Zur Nachricht

Spur führt zu möglichem FPÖ-Spendenverein. Ein österreichischer Unternehmer gibt an, vom damaligen Parteichef Strache angesprochen worden zu sein, ob er nicht an einen Verein namens "Austria in Motion" spenden und somit der Partei helfen wolle. Der Verein bestreitet Geldflüsse an die FPÖ. Von Bastian Obermayer, Leila Al-Serori und Ulrich Schäfer

USA stellen Friedensplan für Nahostkonflikt vor. Als ersten Schritt will Washington im Juni in Bahrein eine Konferenz veranstalten, bei der es um Investitionen in die Palästinensergebiete gehen soll. Eine politische Vision wurde bisher nicht präsentiert. Die Palästinenser reagieren skeptisch. Zu den Hintergründen

Deutsche-Bank-Mitarbeiter wollten offenbar Trump-Transaktionen melden. Spezialisten im Kampf gegen Geldwäsche hätten 2016 und 2017 empfohlen, dass über die verdächtigen Vorgänge Bericht erstattet werden sollte. Führungskräfte des Geldhauses hätten dies aber abgelehnt. Die Deutsche Bank weist die Vorwürfe zurück. Mehr Informationen

Neuer ukrainischer Präsident löst Parlament auf. Außerdem hat Wolodimir Selenskij in seiner Antrittsrede Neuwahlen in zwei Monaten angekündigt. Er wolle auch die Immunität der Abgeordneten aufheben sowie eine Initiative gegen Bereicherung im Amt einleiten. Der Geheimdienstchef und der Generalstaatsanwalt sollen entlassen werden. Mehr Informationen

Techkonzerne beliefern Huawei nicht mehr. Die von den USA verhängten Maßnahmen gegen den chinesischen Netzwerkausrüster treffen nun auch die Smartphone-Nutzer außerhalb Chinas. Wegen der Sanktionen wird Huawei seine zukünftigen Smartphone-Modelle nicht mehr mit vorinstallierten Google-Diensten verkaufen können. Was Huawei-Nutzer jetzt müssen wissen, erklärt Simon Hurtz.

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Kurz verschleiert die eigene Schuld am Desaster. Der Kanzler will durch die Aufkündigung des Regierungsbündnisses tatkräftig erscheinen. Doch er ist es, der Ex-Vizekanzler Strache und die FPÖ erst salonfähig gemacht hat. Kommentar von Peter Münch

Der Strache-Skandal verändert den Europa-Wahlkampf. Mit diesem Rücktritt bricht der erste große Stein aus der Mauer des populistischen Extremismus in Europa. Die Publikation des Videos war daher demokratische Pflicht. Von Heribert Prantl

Warum uns Norwegen beim bargeldlosen Bezahlen weit voraus ist. Die Deutschen hängen nicht nur wegen der schlechteren Infrastruktur am Bargeld: Für sie sind die Scheine ein Stück Sicherheit und Privatsphäre. Von Felicitas Wilke und Markus Zydra

SZ-Leser diskutieren

Die Lebensmittel-Ampel - eine sinnvolle Kennzeichnung? "Nein", meint Wizzard. "Weil sie erstens keinen davon abhalten wird sich ungesund zu ernähren; und zweitens bestimmt so ausgestaltet sein wird, dass es der Industrie wieder passt. Bonedaddy hält sie sogar für gefährlich, weil "der Mythos 'gesunde Ernährung für alle' mit so einer Ampel auf die Spitze getrieben wird." Little Jack dagegen meint, man müsse sie "auf jeden Fall einführen". Das fordert auch Steuerverschwender und ergänzt: "Sie ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, bietet aber eine schnelle Orientierung beim Einkauf." Diskutieren Sie mit.