Süddeutsche Zeitung

Forsa-Umfrage:FDP - Fast drei Prozent

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Die Union glänzt mit den besten Werten seit acht Monaten und die Piraten sowie die Linke halten ihre potentiellen Wähler laut einer Forsa-Meinungsumfrage - der Einzug in den Bundestag wäre ihnen derzeit sicher. Nur die FDP droht, in der Versenkung zu verschwinden.

Die FDP kommt nicht aus der Krise heraus: Im Wahltrend des Meinungsforschungsinstituts Forsa ist die Bundespartei auf einem Rekordtief von zwei Prozent angelangt. Damit haben die Liberalen einen weiteren Punkt verloren. Bislang hatte die FDP in dem Wahltrend nur einmal, Ende September 2011, derart tief gelegen.

"Die Partei gerät in Gefahr, als überflüssig zu gelten", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem Magazin Stern. Zwar hätten die Liberalen mit den Steuerbeschlüssen ihr Lieblingsthema durchgesetzt, doch hielten fast 60 Prozent der FDP-Sympathisanten Steuersenkungen derzeit für unsinnig. Dies würde erklären, weshalb die Partei bei den Wählern so stark abstürze, sagte Güllner. Die von Stern und RTL in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage fand noch vor dem FDP-Bundesparteitag am Wochenende statt.

Die Union kann in der Krise hingegen punkten. Zum dritten Mal in Folge gewannen CDU und CSU im Wahltrend einen Punkt hinzu und erreichten mit 34 Prozent ihren besten Wert seit acht Monaten. Nach Einschätzung des Forsa-Chefs hat die Union den Zuspruch vor allem Kanzlerin Angela Merkel zu verdanken. "Viele Menschen haben den Eindruck, dass sie in der Eurokrise ihren Kurs und ihre Rolle gefunden hat. Dass sie weiß, was sie will, und für Lösungen kämpft", sagte Güllner.

Die SPD sinkt im aktuellen Wahltrend im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 26 Prozent. Die Grünen verharren unverändert bei 15 Prozent. Damit hätten SPD und Grüne immer noch einen Vorsprung von fünf Prozentpunkten vor Union und FDP, könnten jedoch allein keine Regierung bilden. Jeweils neun Prozent würden sich der Umfrage zufolge für die Linke und die Piratenpartei entscheiden.

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