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Folgen von Hurrikan "Sandy":US-Repräsentantenhaus bewilligt 50 Milliarden Dollar für "Sandy"-Opfer

Nach Hurrikan "Sandy" fehlt es in vielen Teilen der US-Ostküste noch immer an Notunterkünften. Das Repräsentantenhaus will nun mit einem milliardenschweren Hilfspaket helfen - mehr als zwei Monate nach der Katastrophe. 180 Abgeordnete stimmten gegen das Paket.

Das US-Repräsentantenhaus hat 50,7 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro) Hilfsgelder für die Opfer von Hurrikan Sandy bewilligt. Bereits im vergangenen Monat waren rund 9,7 Milliarden Dollar (7,3 Milliarden Euro) Hilfsgelder bewilligt worden.

Zu dem neuen Paket zählen 17 Milliarden Dollar Soforthilfen, beispielsweise für Notunterkünfte, und 33,7 Milliarden Dollar für Langfristmaßnahmen wie den Straßenbau. Einige Republikaner hatten besonders diesen zweiten Teil kritisiert, weil damit Projekte unterstützt würden, die kaum etwas mit den Sturmschäden zu tun hätten.

Im Repräsentantenhaus stimmten 241 Politiker für die Zahlung der Bundeshilfen, 180 votierten dagegen. Die knappe Entscheidung zeigt, wie gespalten die Kammer über den Schuldenobergrenze-Verhandlungen und nach der in letzter Minute errungenen Einigung im Steuerstreit ist.

Nun soll voraussichtlich in der kommenden Woche der Senat dem Gesetz zustimmen. Dort haben die Demokraten jedoch eine Mehrheit. Die Entscheidung gilt laut Berichten der Washington Post auch als Gradmesser für die kommenden Haushaltsverhandlungen. Die Zustimmung der Republikaner deute an, dass auch dabei einige Ultrakonservative ihre Blockadehaltung in Budgetfragen aufgeben.

Der Wirbelsturm hatte Ende Oktober die Ostküste kurz vor der Präsidentschaftswahl getroffen, mehr als 100 Menschen getötet und Tausende Häuser zerstört. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten New York und New Jersey.

© Süddeutsche.de/dpa/jasch

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