Förderung von Elektroautos Konzerne müssen zahlen

Prämien für Käufer sollten nicht nur vom Staat kommen.

Von Thomas Fromm

Es sind Zahlen, die für sich sprechen. VW verdiente 2014 mehr als elf Milliarden Euro, Daimler über sieben Milliarden, BMW machte unterm Strich fast sechs Milliarden Euro Gewinn. Die Frage, ob man den Kauf von Elektroautos mit 5000 Euro pro Fahrzeug staatlich subventionieren sollte, ist angesichts solcher Bilanzen eher skurril. Als die Regierung den Konzernen vor Jahren mit einer Abwrackprämie zur Seite sprang, ging es den Firmen schlecht, viele Arbeitsplätze standen auf dem Spiel. Heute ist die Sache anders. Die Gewinne sprudeln.

Die Konzerne sind, das ist die andere Seite der Geschichte, mitten in einem historischen Umbruch. Sie müssen ihre Benziner immer sparsamer machen, gleichzeitig Milliardensummen in die Elektroautos von morgen investieren, die heute aber noch keiner kauft. Das liegt an den hohen Preisen der Batterien, aber nicht nur. Wer kauft schon ein E-Auto, wenn er nicht weiß, ob und wo er sein Fahrzeug das nächste Mal aufladen kann, und Benzin gleichzeitig von Tag zu Tag immer billiger wird?

Die Lösung wird nicht so einfach sein, wie es die Prämien-Befürworter suggerien - es braucht mehr als 5000 Euro pro Auto, um die Stromer hoffähig zu machen. Sollte man sich auf Kaufprämien verständigen, dann bitte nur so: Die Industrie sollte einen Teil der Hilfen selbst mitstemmen - die Gewinne bleiben am Ende ja auch bei ihr.