Flughafen Berlin-TegelGiftige Dämpfe beim Flugzeug-Entladen - vier Menschen in Klinik

Passagiermaschine der Air Berlin am Flughafen Tegel in Berlin
Passagiermaschine der Air Berlin am Flughafen Tegel in Berlin
dpa

War die Ladung nicht ordentlich festgezurrt und wurde deshalb beschädigt? Beim Entladen einer Maschine der Air Berlin sind am Berliner Flughafen Tegel schädliche Gase ausgetreten. Vier Flughafenmitarbeiter erlitten Atemwegsreizungen. Passagiere waren offenbar nicht betroffen.

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Am Flughafen Berlin-Tegel sind beim Entladen eines Flugzeugs aus Oslo Dämpfe ausgetreten. Vier Menschen kamen am Dienstagmorgen wegen Atemwegsreizungen zur Beobachtung in ein Krankenhaus, wie der Sprecher der Flughafengesellschaft, Lars Wagner mitteilte. Die Reizungen seien aufgetreten, als die Mitarbeiter die Frachtklappe der Maschine öffneten.

Die Passagiermaschine von Air Berlin hatte nach Angaben des Unternehmens feste Alkaloidsalze an Bord. Überprüft werde derzeit, ob die Fracht am Abflughafen in der norwegischen Hauptstadt ordnungsgemäß verladen wurde, teilte eine Sprecherin mit. Es sei üblich, dass Stoffe dieser Art in der zivilen Luftfahrt befördert werden.

Passagiere des Flugs AB 8245 waren nach Angaben von Air Berlin nicht betroffen. Sie konnten demnach die Maschine in Berlin ordnungsgemäß verlassen. "Und es geht ihnen gut", so die Sprecherin weiter. Zwei Mitglieder der Kabinenbesatzung sowie Flughafen-Mitarbeiter erlitten die Atemwegsreizungen.

Der Flughafensprecher sagte, die Fracht sei angemeldet gewesen, jedoch offenbar nicht so festgezurrt, wie sie sein sollte. Möglicherweise habe sich im Frachtraum einer der etwa 30 Behälter in Schuhkarton-Größe gelöst.

Dagegen hieß es bei Air Berlin, bei Ankunft des Flugzeuges sei keine beschädigte Ladung festzustellen gewesen. Etwa 30 Einsatzkräfte der Flughafen-Feuerwehr sowie der Berliner Feuerwehr waren im Einsatz, der eine knappe Stunde dauerte.

Alkaloide sind laut Meyers Lexikon Pflanzenstoffe aus Kohlen-, Wasser- und Stickstoff, die zusammen mit Säuren Salze bilden. Sie werden unter anderem in Medikamenten verwendet.

© Süddeutsche.de/dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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