Süddeutsche Zeitung

Flüchtlingszahlen:Auf der Suche nach Asyl

Doppelt so viele Flüchtlinge wie im Jahr zuvor werden in Deutschland erwartet - das liegt auch an einer neuen Zählweise. Woher kommen sie und auf welche Bundesländer werden wie viele verteilt?

Bis zu 800 000 Flüchtlinge erwartet Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in diesem Jahr, doppelt so viele wie bisher angenommen. Das liegt auch an einer neuen Zählweise. Bisher zählte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die eingegangenen Asylanträge, bis Ende Juli 218 000. Doch diese Zahl spiegelt den Zuzug nur verzögert wider. Wer hier Asyl sucht, wird zunächst im sogenannten Easy-System (steht für: Erstverteilung von Asylbewerbern) registriert und auf die Bundesländer verteilt. Das geschah bis Ende Juli bereits mit 310 000 Menschen. Erst danach geben sie ihre Asylanträge ab. Das kann dauern, auch weil viele Erstaufnahmestellen überfüllt sind. Wohl wenige registrierte Asylsuchende stellen gar keinen Antrag mehr, etwa weil sie weiterreisen wollen. Aber auch sie müssen bis dahin untergebracht und verpflegt werden.

Bestens informiert mit SZ Plus – 14 Tage kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.2615045
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ vom 21.08.2015 / SZ
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.