Flüchtlingspolitik:USA wollen 10 000 Syrer aufnehmen

  • Präsident Obama hat angekündigt, in den kommenden zwölf Monaten 10 000 aus Syrien geflohene Menschen aufzunehmen.
  • In den vergangenen zwölf Monaten waren es nur 1500.
  • Die USA begründen die niedrigen Zahlen mit den Anti-Terror-Gesetzen.

Die USA werden nach dem Willen von Präsident Barack Obama in den kommenden zwölf Monaten deutlich mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen als bisher. "Der Präsident hat seine Mitarbeiter angewiesen, im nächsten Haushaltsjahr mindestens 10 000 Syrern die Einreise als anerkannte Flüchtlinge zu ermöglichen", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, in Washington.

Die USA stehen international in der Kritik, weil sie im Vergleich zu den Verbündeten in Europa nur einen Bruchteil der Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland aufnehmen. Im laufenden Haushaltsjahr, das Ende September zu Ende geht, erlauben die USA etwa 1500 syrischen Flüchtlinge die Einreise.

Die US-Regierung begründet die vergleichsweise niedrigen Zahlen mit strengen Sicherheitskontrollen, die den Hilfesuchende aufgrund der Anti-Terror-Gesetze über sich ergehen lassen müssen. Diese Überprüfungen können bis zu zwei Jahre dauern. Republikanische Kongressabgeordnete warnen davor, Extremisten könnten als Flüchtlinge getarnt ins Land gelangen.

© SZ.de/dpa/ewid/cmy
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