Süddeutsche Zeitung

Flüchtlingspolitik:Schäuble stützt Kurs der Kanzlerin

Angesichts wachsenden Unmuts in der Union stärkt der wichtigster Minister Merkel den Rücken: "Ich unterstütze aus voller Überzeugung das, was die Kanzlerin sagt: Wir müssen das Problem an den Außengrenzen lösen."

Vor dem Hintergrund wachsender Unzufriedenheit in der Union mit der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel hat Finanzminister Wolfgang Schäuble der Kanzlerin den Rücken gestärkt: "Ich unterstütze aus voller Überzeugung das, was die Kanzlerin sagt: Wir müssen das Problem an den Außengrenzen lösen", sagte Schäuble, der auch Mitglied des CDU-Präsidiums ist, der Süddeutschen Zeitung (Wochenend-Ausgabe).

Um den Flüchtlingszuzug einzudämmen, bedürfe es besserer Kontrollen und der Zusammenarbeit mit den Nachbarländern. "Nicht jeder, der will, kann nach Europa kommen", sagte Schäuble. Die Kanzlerin werbe "bis zur Erschöpfung für eine gemeinsame Lösung". Er versuche, sie "mit all meinen Kräften" zu unterstützen. "Aber es geht in Europa noch zu langsam."

Schäuble mahnte seine Partei, sich nicht nur an den Einwänden gegen die Flüchtlingspolitik auszurichten. "Natürlich ist mit der Situation keiner zufrieden, das fängt mit der Parteivorsitzenden an", sagte er und räumte ein, dass in der Unions-Fraktion "sehr intensive Debatten" geführt würden. "Das muss eine Partei aushalten und zugleich die Antwort finden. "Und die liegt nicht darin, dass man nur ausdrückt, was die Leute empfinden. Das wollen die Leute nicht von uns. Sondern, dass wir Probleme lösen so gut wir können."

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