Neue Zahlen zeigen, wie schwer es den deutschen Behörden fällt, Ordnung in die Registrierung und Verteilung von Flüchtlingen zu bekommen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorab vorliegt.
Flüchtlingspolitik:Behörden können mehr als 130 000 Asylsuchende nicht mehr auffinden
Viele Flüchtlinge kommen nicht in der Unterkunft - hier ein Bild aus Sarstedt in Niedersachsen - an, der sie zugewiesen wurden.
(Foto: Getty Images)- Etwa 13 Prozent der Menschen, die 2015 als Asylsuchende registriert wurden, sind nicht bei der für sie zuständigen Aufnahmeeinrichtung angekommen.
- Als denkbare Gründe nennt das Innenministerium unter anderem Weiterreisen in andere Länder, Rückreise in die Heimat, die mehrfache Registrierung und das "Untertauchen in die Illegalität".
- Die europäische Lastenteilung beim Flüchtlingsschutz funktioniert immer schlechter.
Von Roland Preuß

