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Flüchtlingspolitik:Kritik an Griechenland

Kurz vor der Innenministerkonferenz haben Flüchtlingsorganisationen vor permanentem Rechtsbruch in der Asylpolitik gewarnt. Die Lage Geflüchteter auf den griechischen Inseln stelle eine "Dauerkrise des Rechts" dar, kritisierte Berenice Böhlo vom Republikanischen Anwälteverein am Dienstag in Berlin. Griechische Camps hätten sich in "Freilandgefängnisse" verwandelt, vor den griechischen Küsten würden Flüchtlingsboote abgedrängt. "Wir sehen uns von rechtswidrigen Pushbacks konfrontiert", so Böhlo. Europa aber schweige dazu. Deutschland habe im ersten Quartal dieses Jahres 82 Prozent der Aufnahmegesuche abgelehnt, kritisierte Martina Mauer vom Flüchtlingsrat Berlin. Im Vorjahreszeitraum seien es etwa 75 Prozent gewesen.

© SZ vom 17.06.2020 / lion

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