Flüchtlings- und Islamfeindlichkeit:Rechtsextreme Szene wird militanter

Überblick zur Entwicklung des Rechtsextremismus in Sachsen

Demonstranten mit Reichskriegsflagge, einem häufig von Rechtsextremen genutzten Symbol.

(Foto: dpa)

Die Gewaltbereitschaft steigt einem Medienbericht zufolge nicht nur in Neonazi-Kreisen. Das rechtsextreme Spektrum werde insgesamt unübersichtlicher.

Die rechtsextreme Szene in Deutschland wächst und wird einem Medienbericht zufolge militanter. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der gewaltorientierten Rechtsextremisten um 300 Personen auf 12 100 gestiegen, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf Sicherheitskreise. Insgesamt werden dem rechtsextremen Spektrum demnach mehr als 23 000 Personen zugerechnet, 500 mehr als im Vorjahr.

Den wachsenden Hang zur Militanz beobachten Nachrichtendienste und Polizei allerdings nicht nur bei Neonazis und etablierten rechten Cliquen. Zu den gewaltorientierten Rechten müssten zunehmend auch Menschen gezählt werden, die bis vor Kurzem weder den Nachrichtendiensten noch der Polizei als Extremisten oder Mitglieder fester Gruppen bekannt gewesen seien. Das gesamte rechtsextremistische Spektrum werde laut Sicherheitskreisen zunehmend unübersichtlich.

Es gebe eine "gärende Masse", die sich als Vollstrecker des Volkswillens sehe, sagten Sicherheitsexperten dem Blatt. Und die Aggressivität nehme noch zu. So registriere das Bundeskriminalamt bei den Angriffen auf Unterkünfte von Flüchtlingen zunehmend Täter, die zuvor nicht als Extremisten bekannt waren. Zentrale Feindbilder seien Flüchtlinge und der Islam.

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