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Flüchtlinge in Deutschland:Was euch definiert ist das, was ihr ablehnt

Mit euch zu kämpfen, lohnt sich nicht. Eure Gesichter wirken zubetoniert, auf euren Seelen ist Staub. Ihr reitet auf euren Prinzipien ins Reich der Sorge. Nur dort könnt ihr überleben. Nur dort seid ihr König. Nur dort könnt ihr brutale Stahlgerüste an hässlichen Luftschlössern hochziehen.

Was euch definiert ist einzig das, was ihr ablehnt.

Ihr habt keine Ideale. Außer Sicherheit und Komfort und Nation. Alles was diese krude Dreifaltigkeit aus eurer Sicht bedroht, lehnt ihr ab. Eine Gesellschaft mit solchen Idealen stagniert nicht nur, sie verrottet.

Ihr verwechselt Selbstverachtung mit Selbstbewusstsein

Eure Identität ist national. Und weil man diese Identität nicht spürt, wenn sie nicht in Gefahr ist, lasst ihr sie ständig künstlich in Gefahr geraten. Weil ihr nichts mehr sehen könnt, beginnt ihr zu fantasieren. Eure Sehnsucht ist nichts anderes als nostalgisch verklärte Erinnerung an etwas, das es nie gab.

Ihr verwechselt Selbstverachtung mit Selbstbewusstsein. Niedertracht mit Humor. Kriecherei mit Anstand. Willfährigkeit mit Bodenständigkeit. Bosheit mit Charakter. Schadenfreude mit Lebensfreude.

Ihr nennt euch Asylkritiker, doch ihr seid Fremdenfeinde. Ihr seht Deutschland in Gefahr. Doch eine Gefahr seid ihr einzig für euch selbst. Nichts scheint euch wichtiger zu sein, als unter euresgleichen zu bleiben. Hätten wir nur eine einsame Insel übrig - auf der euch Asyl gewährt wird.

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