Flüchtlinge - Hannover:Land setzt Förderung von Kommunen bei Integration fort

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Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen möchte die bei der Integration von Flüchtlingen besonders geforderten Kommunen auch künftig gezielt unterstützen. Sowohl der Integrationsfonds mit Millionenzuschüssen für Projekte als auch die Wohnsitzauflage, die einen Zuzug von Flüchtlingen in bestimmte Städte reglementiert, sollten fortgeführt werden, kündigte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag an. Gutachten hätten die Wirksamkeit beider Maßnahmen belegt. "Wir werden sie daher fortsetzen und Hilfe weiterhin zielgerichtet dort anbieten, wo sie dringend benötigt wird", sagte Pistorius. Von Anfang 2015 bis Juli 2019 sind nach Angaben des Ministeriums rund 168 700 Flüchtlinge nach Niedersachsen gekommen. Das entspricht etwa 2,1 Prozent der Bevölkerung.

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Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen möchte die bei der Integration von Flüchtlingen besonders geforderten Kommunen auch künftig gezielt unterstützen. Sowohl der Integrationsfonds mit Millionenzuschüssen für Projekte als auch die Wohnsitzauflage, die einen Zuzug von Flüchtlingen in bestimmte Städte reglementiert, sollten fortgeführt werden, kündigte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag an. Gutachten hätten die Wirksamkeit beider Maßnahmen belegt. "Wir werden sie daher fortsetzen und Hilfe weiterhin zielgerichtet dort anbieten, wo sie dringend benötigt wird", sagte Pistorius. Von Anfang 2015 bis Juli 2019 sind nach Angaben des Ministeriums rund 168 700 Flüchtlinge nach Niedersachsen gekommen. Das entspricht etwa 2,1 Prozent der Bevölkerung.

Wie das Innenministerium ankündigte, sollen bei der Bewältigung des Flüchtlingszuzugs besonders belastete Kommunen auch 2020 mit insgesamt zehn Millionen Euro gefördert werden. Aus dem Fonds waren 2017 Salzgitter, Wilhelmshaven und Delmenhorst sowie 2018 Hameln, Laatzen, Leer, Lüneburg, Nienburg, Rothenburg, Stadthagen und Verden gefördert worden. Dabei ging es um den Bau oder die Erweiterung von 14 Kindertagesstätten, drei Schulen, einem Sportplatz sowie einem Jugendtreff. Außerdem wurde in die Schulsozialarbeit und Streetworking-Projekte investiert.

Im laufenden Jahr werden Delmenhorst, Hameln, Laatzen, Leer, Lüneburg, Nienburg, Rotenburg, Salzgitter, Stade, Stadthagen, Vechta und Wilhelmshaven unterstützt.

Festhalten will Niedersachsen weiterhin auch an der ungewöhnlichen Wohnsitzauflage, die anerkannte Flüchtlinge für die Dauer von drei Jahren daran hindert, ihren Wohnsitz nach Delmenhorst, Salzgitter und Wilhelmshaven zu verlegen. Der Grund ist, dass dort bereits viele Flüchtlinge leben, was zum Nachzug weiterer Landsleute aus anderen niedersächsischen Kommunen und einer noch größeren Konzentration von Neuankömmlingen geführt hat, die es zu integrieren gilt. Damit dies gelingen kann, hat das Gutachten belegt, dass es sinnvoll ist, den Zuzug zu reglementieren.

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