Migration:Wie ein Dorf in Sachsen mit der deutschen Flüchtlingspolitik ringt

Migration: Als in Wehrsdorf, im Osten von Sachsen, die Flüchtlingsunterkunft eröffnet werden sollte, brüllten Hunderte die örtlichen Autoritäten nieder. Ausländer? Nicht hier.

Als in Wehrsdorf, im Osten von Sachsen, die Flüchtlingsunterkunft eröffnet werden sollte, brüllten Hunderte die örtlichen Autoritäten nieder. Ausländer? Nicht hier.

(Foto: Constanze von Bullion)

Die Sachsen und die Geflüchteten, schwieriges Thema, auch in Wehrsdorf. Leute wie Katharina Groß kämpfen hier mit Wutbürgern, aber vor allem: mit Behörden.

Von Constanze von Bullion, Wehrsdorf

Es wird schon Abend, und die Kälte kriecht ins Dorf, da treibt sie diese innere Unruhe wieder aus dem Haus. Den halben Tag hat sie heute schon im Heim verbracht, jetzt will sie noch mal hin. Sie hat es den Leuten doch versprochen. Und außerdem - dieser ganze Kummer da oben. Katharina Groß zieht sich den Anorak über die schmalen Schultern und läuft los in diesem Tempo, das sie nicht drosseln kann. "Heuchelei", sagt sie, als sie draußen die Hauptstraße erreicht. Es klingt wütend. Weil wieder niemand hilft, jedenfalls niemand vom Amt.

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