Flüchtlinge Fünf Tage in Europa

Die große Flucht bestimmt die Nachrichten. Diejenigen, die es bis Europa schaffen, nutzen oft dieselben Routen.

Von P. Burghardt, A.-K. Eckardt, A. Glas, F. Hassel, N. Pantel und C. Wernicke

Route 1: Donnerstag, 19 Uhr, Belgrad, Serbien

Said Dibo und die Seinen rasten. Etliche Kilo hat jeder der sechs Syrer verloren auf der Flucht, geschlafen haben sie wenig. Sie alle haben nur eine Schultertasche dabei oder einen Rucksack, eine dünne Jacke, etwas Wäsche, Kekse, Bananen, Schlafsäcke oder Decken. Abdurrahman trägt das Stammbuch im Rucksack, Familie zählt, auch auf der Flucht. Aber noch wichtiger ist ihnen in diesen Tagen das Handy. Mit Google Maps findet die syrische Familie den einfachsten, ...