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Flüchtlinge:Zwei Sorgen prägen die Stimmung

Österreich setzt dabei auch auf den Einsatz des Militärs, wie Verteidigungsminister Doskozil klarmachte. In "zivil-militärischen" Missionen sollen demnach in Nicht-EU-Staaten wie Mazedonien Hotspots entstehen, die dazu dienen Flüchtlinge zu registrieren, Migranten aber auch auf ihrem Weg zu stoppen.

Ebenso hat sich Slowenien bereits dafür ausgesprochen, die Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland zu sichern. Entlang der Balkanroute ist die Stimmung von zwei Sorgen geprägt: Zum einen fehlt der Glaube, dass Griechenland tatsächlich in der Lage sein wird, Migranten etwa aus Nordafrika zurückzuhalten, die keinen Anspruch auf internationalen Schutz genießen. Zum anderen herrscht die Furcht, dass Deutschland seine bisherige Politik der offenen Grenzen beenden könnte.

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"Die Großzügigkeit Berlins trifft jetzt auf die Realität"

"Wir brauchen eine klare Politik der EU und vor allem Deutschlands", sagte der neue kroatische Außenminister Miro Kovač der Deutschen Presse-Agentur. Solange der Transit der Flüchtlinge auf der Balkanroute funktioniere, werde sich nichts ändern", betonte er.

Erforderlich sei Realismus: "Eines Tages wird Deutschland nicht mehr alle Flüchtlinge aufnehmen. Die Großzügigkeit Berlins trifft jetzt auf die Realität", warnte er. Zwar sei "Kroatien als Transitland von den Empfängerländern" Deutschland und Österreich "abhängig", doch werde es "bestimmt kein Hotspot werden", in dem Tausende Flüchtlinge aufgenommen werden.

In Brüssel ist derweil auch ein Brief des österreichischen Finanzministers Hans-Jörg Schelling mit der Forderung nach 600 Millionen Euro Entschädigung für die Aufnahme von Asylbewerbern eingegangen. "Wir sind immer an Ideen und Vorschlägen interessiert, wenn sie uns helfen können die Flüchtlingskrise in den Griff zu bekommen", sagte dazu eine Kommissionssprecherin.

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